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Water Sports by Astragon

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Mitten im Winter bringt Astragon mit Water Sports den Hochsommer in unsere Wohnzimmer. Die Sehnsucht nach Wärme, Sonne und Wasser soll mit diesem Sportspiel gestillt werden und für Urlaubsfeeling das ganze Jahr über sorgen. Dieser Test wird zeigen, ob wir das erhalten, was uns die Prophezeihungen vor dem Release versprachen...

Die Story

Water Sports Screenshot 1

Water Sports ist ein weiteres Sportspiel auf die Nintendo Wii, das das Balance Board unterstützt. Frei nach dem Motto: Pack´ die Badehose ein und dann nichts wie raus zum Wannsee begibt sich der Spieler zu den schönsten Strände der Welt, um den beliebtesten Wassersportarten zu fröhnen. Mit Kitesurfing, Windsurfing, Wakeboarding und Jetski fahren sind schon alle verfügbaren Sportarten aufgelistet. Im Einzel- Mehrspieler- und Koop-Modus heißt es mit spektakulären Moves und möglichst hoher Geschwindigkeit die Wasser-Rennen an den verschiedenen Stränden zu gewinnen. Zur Auswahl stehen die Strände von Australien, Südafrika, Frankreich, Hawaii, Kalifornien und Florida.
Beim Kitesurfing steht die Spielfigur auf einem etwas kleinem „Surfbrett“ während sie sich an einem etwas zu klein geratenem „Fallschirm“ hält. Dem Parcours entlang surfend müssen Tore passiert und Schanzen übersprungen werden. Durch verschiedenes Drücken des Steuerkreuzes nach dem Absprung an den Sprungschanzen können unterschiedliche Stunts in der Luft ausgeführt werden. Dies erleichtert das Drücken des 1-Knopfes, mit deren Hilfe in den Zeitlupe-Modus gewechselt wird.
Bevor man beim Windsurfing starten kann müssen mit der Wii-Remote „Pumpbewegungen“ (Fernbedienung schnell vor und zurück bewegen) ausgeführt werden, um an Geschwindigkeit zu gewinnen.Dies ist auch nach jedem Sturz zu wiederholen. Auch bei dieser Sportart werden nach den Schanzensprüngen mit dem Steuerkreuz verschiedene Drehungen in der Luft vollführt, um sich Extrapunkte zu ergattern. Beim Windsurfen stehen neben den Schanzen auch parallel zur Wasseroberfläche verlaufende Rails zur Verfügung, auf denen der Spieler mit dem Surfbrett entlang gleiten kann und Extrapunkte sammelt. Der Zeitlupe-Modus kommt bei dieser Sportart ebenfalls zum Einsatz. Zusätzlich lässt sich die Seite auf dem Surfbrett wechseln, indem der A-Knopf gedrückt wird. Die Rennstrecke unterscheidet sich in keinster Weise gegenüber dem Kitesurfig.

Wakeboarding ist eine besondere Herausforderung an den Spieler. Im Schlepptau eines Bootes überwindet man die gleichen Hindernisse wie beim Windsurfen und führt ebenfalls die Tricks durch betätigen des Steuerkreuzes aus. Bis auf das andere Sportgerät bleibt alles wie gehabt, Strände, Kulisse, Hindernisse und Parcours ist dem Spieler bestens bekannt und bieten keine Abwechslung. Alleine der Zweispieler-Modus unterscheidet sich, da die Spieler nicht abwechselnd das Rennen bestreiten sondern im Koop-Modus spielen. Während der erste Spieler das Boot geschickt an den Schanzen und Rails vorbei steuern muss, gleitet der Zweite Spieler mit seinem Wakeboard übers Wasser und sammelt seine Extrapunkte wie gewohnt durch Sprünge über die Schanzen beziehungsweise das Entlangrutschen der Rails. Hier ist der Wakeboarder ganz auf den Bootsfahrer angewiesen, wie exakt dieser an den Hindernissen vorbeisteuert, damit der Wakeboarde die Schanzen und Rails gut überfahren kann.
Zu Jetski fahren gibt es nicht viel zu sagen, da der Spieler bei dieser Sportart allein sein Sportgerät gegen ein Jetski austauscht und entlang des Parcours nur Schanzen und keine Rails zu bewältigen sind. Dass sich weder Kulisse noch der Parcours, geschweige denn die Ausführungen der Tricks in keinster Weise zu den anderen Sportarten unterscheidet, macht diese Sportart nicht interessanter.

Die Strände untereinander sind zwar verschieden, aber eine Lokalität ist bei allen Sportarten gleich, was nach gewisser Zeit zu Eintönigkeit führt. Der Spieler dreht, bis auf den Strand von Florida, der 23 Tore zu passieren hat, immer seine drei Runden durch die Tore, wobei es keine Rolle spielt ob er die Rails und Schanzen überschlittert und Extrapunkte einsammelt, wenn er nur schnell genug ist wird er als erster durch das Ziel kommen. Man fragt sich, wozu sind die Schanzen und Rails vorhanden, wenn man auch ohne die Extrapunkte gewinnt. Es ist auch unerheblich, ob die Einstellung auf Einfach oder Normal gestellt ist, der Schnellste gewinnt, mit oder ohne Extrapunkte. Hier ist keine Herausforderung an den Spieler geboten und fehlende Belohnungen für die Mühen sind demotivierend. Sein Sportgerät durch die Lagunen von Florida & Co. zu steuern wird mit dem Balance Board zwar schwieriger als mit der Wii-Remote, aber nicht unterhaltsamer.

Die Grafik

Die Kulisse ist einfach gehalten und bietet teilweise unrealistische Optik. Nach dem Überspringen einer Rampe ist des öfteren das nächste Tor beziehungsweise die nächste Schanze noch nicht in Sicht, was bedeutet, dass der Spieler seinen zurückzulegenden Weg nur erahnen kann.

Der Sound

Vor und nach den Rennen ertönt dezente Musik. Während den Wettkämpfen ist das Meeresrauschen zu vernehmen, Musik im Hintergrund ist Fehlanzeige, die ist aber kein Malus. Bei Jetski fahren und Wakeboarding kann man zusätzlich das Motorengeräusch hören.

Steuerung und Spielbarkeit

Water Sports Screenshot 2

Die Sportarten können alle mit der Wii-Remote quer gespielt werden. Das Lenken des Sportgerätes ist so recht einfach. Für Stunts und besondere Figuren wird das Steuerkreuz ein- bzw. zweimal in die beschriebenen Richtung (Spielanleitung) gedrückt. Dies ist in der kurzen Zeit des Luftsprungs recht schwierig auszuführen ohne einen Sturz zu riskieren. Viel Übung ist für die Figuren unumgänglich, vor allem bei der Steuerung mit dem Balance Board. Die Steuerung der Sportgeräte mit dem Balance Board ist eine schwere Herausforderung und bedarf eines sehr guten Gleichgewichtssinn und einer schnellen Reaktionsfähigkeit. Für junge Spieler ist es kaum möglich diese Steuerung zu bedienen. Während der Steuerung mit dem Balance Board ist die Lenkung mit der Wii-Remote deaktiviert. Die Drehungen und Stunts sind trotzdem mit der Fernbedienung auszuführen, was eine gute Koordination zwischen Körperbewegungen und Steuerkreuzbedienung bedarf.

Das Wiiclub Fazit

Die geringe Anzahl an Sportarten und die fehlenden Highlights im Spiel sind ein Mangel. Eine motivierende Abwechslung im Spielverlauf kann nicht erkannt werden. Der Unterschied zwischen Normal- und Einfach-Einstellung ist kaum wahr zu nehmen. Nach mehreren Runden an den verschiedenen Stränden kehrt Desinteresse ein und das Spiel wird beendet. Water Sports kann nicht mit selbst erstellten Miis gespielt werden. Es gibt keine Bonus-Level/Strände zum freischalten, auch andere Boni, wie bessere Ausrüstung, kann nicht erworben werden. Dass man als Gewinner durchs Ziel kommt und das ohne besondere Anstrengungen lässt schnell die Motivation sinken. Im Handel gibt es massenweise Sportspiele, die das Balance Board unterstützen, aber um einiges mehr an Extras und Spielspaß bieten. Der Preis im unteren Limit gleicht den geringen Umfang nicht aus.

Unser Dank geht an Astrogon für die freundliche Bereitstellung des Testexemplars!

Stärken und Schwächen

ProContra
  • Günstiger Preis
  • Keine Mii-Unterstützung
  • Geringe Anzahl an Sportarten
  • Gleicher Parcours bei allen Sportarten
  • Kein gleichzeitiges Spielen im Mulispieler-Modus
  • Steuerung mit Balance Board zu schwierig
  • Zu viele Knopffunktionen
  • Keine Boni freischaltbar
  • mittelmäßige Grafik

Die Wiiclub Punkte

Punkte
Story45
Sound60
Grafik70
Spielbarkeit50
Gesamtpunktzahl45
Rating2.25

Clubberichte zu diesem Spiel

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Traudel am 03.02.2010:
Water Sports by Astragon